Was ist RTF?
RTF ist die Abkürzung für Rad Touren Fahren.
RTF heißt, ausgewählte Strecken von 25, 40, 71, 111, 151 oder sogar bis zu 300 km Länge ohne Leistungsdruck, also nicht als Radrennen, allein oder (schöner) mit anderen zu fahren.
RTF wird seit 1980 mit steigender Beliebtheit durchgeführt.
RTF gibt es in ganz Deutschland und teilweise auch im Ausland.
RTF wird von vielen Berliner Radsportlern in Berlin regelmäßig betrieben.
Diese RTF-Veranstaltungen finden am Wochenende sowie an den meisten Feiertagen statt. Unterwegs gibt es etwa alle 30 km eine Verpflegungspause, wo man seine Kräfte wieder auftanken kann.
Als Ansporn werden gemäß der jeweiligen Streckenlänge für diese Touren Punkte vergeben, die in einer RTF-Wertungskarte die ganze Saison (Mitte März bis Mitte Oktober) gesammelt werden können. Die Fahrer mit den meisten Punkten werden dann im Verein sowie im Berliner Radsport-Verband prämiert.
Was sind permanente RTF?
Wochentags kann man auch Permanente RTF fahren. Permanente RTF heißt, dass man an jedem Tag am jeweiligen Startort - meist eine Tankstelle - erscheinen kann und für ein Startgeld von 3 € eine Streckenbeschreibung erhält. Unterwegs gibt es hierbei keine Verpflegung, dafür sind die Strecken auch nur 40 - 80 km lang.
Was sind geführte permanente RTF?
Bei einer geführten permanenten RTF treffen sich die Teilnehmer zu einem vorher bekannt gegebenen Termin an dem im Breitensportkalender angegebenen Startort. Ab dort werden sie von einer Abordnung des veranstaltenden Vereins betreut; d.h. sie zahlen wie sonst
auch ihr Startgeld, werden in die Startliste eingetragen und bekommen nach absolvierter Fahrt ihren Wertungsstempel (außer Trimmfahrer ohne Wertungskarte).
Darüber hinaus wird als besonderer Service des Veranstalters die ganze Strecke unter Führung ortskundiger Fahrer zurückgelegt, so dass die mitunter lästige Orientierung anhand des Streckenplanes entfällt. Man kann sich also ganz entspannt auf das Radfahren konzentrieren und z. B. ein Schwätzchen mit seinem Nebenmann/-frau halten.
Außerdem wird von den meisten Veranstaltern an einem vorher festgelegten Pausenort ein im Startgeld enthaltener Imbiss gereicht.
Was ist Country-Tourenfahren?
Country-Tourenfahren ist die breitensportliche Variante - ohne Zeitnahme und Ranglisten - des Tourenfahrens mit dem Geländerad (ATB, MTB), die jenseits des öffentlichen Straßenverkehrs durchgeführt wird.
Die Strecken verlaufen auf öffentlichen Feld- und Waldwegen, die von den Radsportvereinen unter Berücksichtigung der allgemeinen Naturschutzbestimmungen und der Umweltregeln des BDR besonders ausgesucht sind.
Woher weiß man wann und wo diese Touren stattfinden?
Der einfachste (und schönste) Weg ist die Mitgliedschaft in einem Radsportverein, wo man automatisch neben der Kameradschaft alle Informationen erhält.
Vom Bund Deutscher Radfahrer (BDR) wird in Zusammenarbeit mit dem neuen Hauptförderer des BDR, der Hamburgische Electricitäts-Werke AG (HEW), der sogenannte »Breitensportkalender« herausgegeben - die Bibel eines jeden RTF-Fahrers. Dieser ist ab Mitte Februar beim BDR und den Vereinen erhältlich. Hier die RTF-Termine und Ausschreibungen für Berlin und weitere Umgebung.
Radtourenfahren von A bis Z
Anmeldung: Jeder Radtouren- und Trimmfahrer muss sich vor dem Start einer RTF in eine Teilnehmerliste eintragen und erhält eine Kontrollkarte. Das Startgeld beträgt (in Berlin) für BDR-Mitglieder 3,- €, alle anderen zahlen 6,- €
Bekleidung: Radtourenfahrten finden bei jeder Witterung statt. Als Grundausstattung ist zu empfehlen: Klima-Unterwäsche, Trikot, Radfahrhose mit Sitzpolster, Sportsocken, Radfahrschuhe mit Pedalclips oder -klammern, Radhandschuhe, Kopfschutz, Regenjacke, Regenüberschuhe.
Check: Vor der Anreise zur RTF ist am Rad Zustand und Funktion von Bremsen, Reifen, Kette, Schaltung und Ersatzreifen zu prüfen. Ist die Bekleidung komplett? Sind Wertungskarte, Rückennummer, Ausweispapiere, Geld, Trinkflasche und angemessene Verpflegung dabei?
Defekte: Überwiegend ist es ein Plattfuß, der schnell durch einen Ersatzreifen oder einen Ersatzschlauch behoben werden kann. Reparaturen nur am sicheren Straßenrand vornehmen. Unbedingt die Fahrbahn freihalten. Sportkameraden oder der Streckenservice helfen gern bei schwierigeren Pannen.
Etappenfahrt: Eine Etappenfahrt ist eine im Verband durchgeführte, zusammenhängende Fahrt über mehrere Tage. Eine gesonderte Ausschreibung ist beim jeweiligen Ausrichter zu erhalten.
Formel A steht für Ausdauer. Dazu zählen alle genehmigten RTF, Permanente- und Etappenfahrten. Für Fahrten von 40 - bis 69 km wird 1 Punkt, von 70 - 109 km werden 2 Punkte, 110 - bis 149 km 3 Punkte, ab 150 km 4 Punkte, ab 200 km (nur Marathon-Veranstaltungen)
5 Punkte und beim und beim RADMARATHON CUP Deutschland (vormals BDR-Super-Cup)
6 Punkte vergeben.
Generalausschreibung: Richtlinien, in denen die verschiedenen Bereiche des Radtourenfahrens reglementiert sind. Nachzulesen im BDR-Breitensportkalender.
Handschriftliche Eintragungen in die Wertungskarte sind nur erlaubt für RTF-Nummer, Kilometer, Punkte und Unterschrift.
Identität: Jeder RTF-Teilnehmer muss eine Rückennummer tragen. Bei Wertungskarteninhaber ist sie identisch mit der WK-Nr. Für Trimmer hält der Veranstalter Rückennummern von 1 - 1000 bereit.
Jahresauszeichnung: Ab 1994 vergibt der BDR-Auszeichnungen in Form eines 10teiligen Europa-Puzzels. Jeder. der im laufenden Kalenderjahr die Mindestpunktzahl (Männer 25, Frauen 15, Schüler 10 Punkte) erreicht, hat am Jahresende Anspruch darauf.
Kontrollstellen sind Stempel- und Pausenplätze bei RTF und Permanent-Touren. Bei der RTF werden Getränke und leichte Verpflegung ausgegeben.
Licht: Für Räder, mit weniger als 11 kg, reicht eine transportable Beleuchtung aus. Sie muss aber immer mitgeführt und unter den in § 17 Abs. 1 StVO beschriebenen Verhältnissen (Dunkelheit usw.) vorschriftsmäßig am Fahrrad befestigt und benutzt werden.
Mannschaftswertung: Bei einigen RTFs werden die am stärksten vertretenen Vereine mit einem Mannschafts-Pokal ausgezeichnet.
Ordner werden an Gefahrenstellen eingesetzt. Sie sind oftmals mit roten Fahnen ausgerüstet, besitzen aber dennoch keine Polizeibefugnis. Sie haben nur die Aufgabe, die Radfahrer zu warnen.
Permanent-RTF sind vorgegebene Rundstreckenfahrten zwischen April und Oktober. Die Streckenlänge beträgt max.100 km. Sie kann nur einmal im Jahr mit höchstens 2 Punkten gewertet werden. Am Startort ist die Streckenbeschreibung für 5,- Mark erhältlich. Verschiedene Kontrollpunkte müssen angefahren werden. Nach ordnungsgemäß absolvierter Fahrt werden Datum, Punkte und Kilometer in die Wertungkarte eingetragen.
Qualifikation: Jeder, der ein verkehrssicheres Fahrrad besitzt, kann bereits ab 10 Jahre an Radtourenfahrten teilnehmen. Eine Altersklasseneinteilung oder Altersbegrenzung gibt es bei der RTF nicht.
Richtungspfeile haben alle RTF als Streckenmarkierung. Permanenttouren sind nicht ausgeschildert, sie werden nach einem vorgegebenen Streckenplan gefahren.
RTF-Saison: Beginn der 2. Sonnabend im März und Ende der 2. Sonntag im Oktober.
Sonderauszeichnung: Der BDR vergibt ab 1994 neue Sonderauszeichnungen: für Schüler mit 40, 80 und 120 Punkten; für Frauen 50, 100, 200, 350, 500, 800 Punkten; für Männer mit 100, 200, 400, 750, 1000, 1500 Punkten. Jede Auszeichnung kostet DM 13,- und kann beim RTF-Landesfachwart nach Vorlage der WK angefordert werden.
Tretradversicherung: Alle BDR-Mitglieder sind gegen die Risiken beim ‘privaten Radfahren’ versichert. Bei einer RTF sind die Teilnehmer, der dem BDR angeschlossenen Vereine über den Landessportbund im Rahmen der vereinssportlichen Betätigung sportversichert. Bei einer Permanenten ist jeder Teilnehmer eigenverantwortlich.
Unterhalten kann man sich bei der RTF immer dann noch ganz gut, wenn die richtige Fahrgeschwindigkeit von 15 bis 30 km/h eingehalten wird.
Vereine: Radfahren in einer Gemeinschaft macht mehr Spaß.
Wertungskarte (WK): Die RTF-WK wird über den Verein bestellt. Eine Jahresrückennummer wird gleichzeitig mit der WK ausgegeben, die bei jeder Veranstaltung unverändert sichtbar zu tragen ist. Nach jeder RTF werden Punkte, Kilometer und die Veranstaltung eingetragen.
Ziel: Oftmals herbeigesehnt. Dann aber auch Treffpunkt für den geselligen Teil mit gleichgesinnten Sportfreunden.
- entnommen aus der Broschüre des RVB-Nordrhein Westfalen -